Wolfgang Schuster

…studierte Tierzucht und wohnte unweit der Saale. Mit Geburt der Kinder begann ein Nachdenken über die ökologischen Zustände der DDR, in Folge dessen erwuchs bei Schuster ein Engagement in der ökologischen Arbeitsgruppe beim Kirchenkreis Halle, wo monatlichen Treffen dem Informationsaustausch sowie der Sensibilisierung für den…

André Sobotta

..war 1989 22 Jahre alt und Mitarbeiter der Kreisfilmstelle Leipzig Land. Die ländliche Lage der Kinos ermöglichte ihm die Realisierung eines erweiterten Programms – unter anderem mit Bands wie „Sandow“ aus dem sogenannten „alternativen Spektrum„. In der FDJ wurde er wegen seines „Outfits“ rausgeworfen. Trotz…

Simone Trieder

…arbeitete  – erst in Zwickau, dann in Karl-Marx Stadt – als Assistentin am Theater, wo zwischen den Zeilen gespielt und gesprochen werden konnte. Neben der „Insel Theater“ wurde Trieder zunehmend schriftstellerisch tätig. Ein Großteil ihrer Familie reiste aus. 1986 war sie mit ihrem Ensemble auf…

Michael Viebig

..wollte „schon immer Geschichte studieren„, absolvierte drei Jahre Wehrdienst, war ab 1982 in Halle und berichtet über Einschränkungen während der universitären Ausbildung Ende der 80er Jahre, die Abgeschiedenheit der sächsischen Provinz, die Rahmenbedingungen kritischer Auseinandersetzung (vor allem) in Berlin (etwa im Umfeld der Zionskirche), die…

Gotthard Voß

…arbeitete ab 1965 im Institut für Denkmalpflege in Halle und war als Landeskonservator in Sachsen-Anhalt für den Denkmalbestand in den Bezirken Halle und Magdeburg zuständig. Die Plan- und Mangelwirtschaft der DDR sei „überfordert gewesen“ mit dem Denkmalbestand, man habe „wenig machen können“ gegen den Zerfall…

Jan Wätzold

… wollte Spion für die „gute Sache“ werden und kam ins Wachregiment der Staatssicherheit, wo er „unehrenhaft entlassen“ wurde. Wätzolds Vater war Redakteur der „Freiheit„, während er selbst 1989 als Buchhändler nach Berlin ging. Er war „sauer über diejenigen, die die Wende angekurbelt haben“ und…

Jens-Paul Wollenberg

…fühlte sich bereits als Jung-Pionier „nicht wohl„. Alles war „zu preußisch, zu militaristisch und hatte mit meiner Idee des Sozialismus nichts zu tun„. Wollenberg wurde von einem guten Dutzend Stasi-Mitarbeitern bespitzelt und erhielt Auftrittsverbote als Sänger und Rezitator. Er flüchtete aus der Provinz ins „liberale…

Jörg Wunderlich

..war beim „Zusammenbruch“ der DDR 19 Jahre alt, wuchs „stark ideologisch“ auf und wollte in der Tschechoslowakei studieren, weswegen er zum „roten Kloster“ (der letzten Arbeiter-Bauern-Fakultät in der DDR; einem Ort, der auch Ende der 80er Jahre noch eine Walter Ulbricht Statue vor seinem Gebäude…